SV-Bundes FCI 2017

ein Bericht von Benjamin Schweizer

In dem Zeitraum vom 23.06.2017 bis zum 25.06.2017 übernahm die Stadt Taucha bei Leipzig die große und ehrenvolle Aufgabe die diesjährige SV-Bundes FCI auszurichten.

Insgesamt starteten 57 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, wovon unsere Landesgruppe mit 3 Teams vertreten war.

Um die Leistungen weiter zu optimieren, wurde im Vorfeld mehrfach auf diversen Sportplätzen trainiert. Die Trainingseinheiten verliefen überaus harmonisch und alle arbeiteten wohlwollend miteinander. Dieses gemeinsame miteinander war auch auf der SV FCI zu spüren, denn innerhalb der Mannschaft war der Teamgeist deutlich erkennbar.

Im Schutzdienst unterstützte ich unsere Teilnehmer bei jedem Training und an der Veranstaltung, was alle dankend in Anspruch nahmen.

Unsere Starter reisten schon am Donnerstag an und erkundeten gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Beim Abendessen berieten sie sich über den kommenden Trainingstag.

Freitagfrüh waren unsere Hundeführer sehr früh beim Stadion und konnten sich somit die ersten Trainingseinheiten sichern um dann später in der Hitze entspannt den anderen beim Training zuzuschauen.

Landesgruppen-Übungswart und Mannschaftsführer Reiner Beitel unterstützte die Mannschaft ebenfalls.

Alles hat zwei Seiten!

Der Probeschutzdienst fand gegen 18 Uhr statt.  Vier Schutzdiensthelfer versuchten ihr Können darzustellen. Leistungsrichter Bernd Fornal, der im Schutzdienst agierte und Oberrichter Wilfried Tautz beobachteten die gezeigten Leistungen und entschieden sich für Alexander Meyer in Teil 1 und Rico Gliniorz in Teil 2.

In der darauffolgenden Auslosung im Festzelt hoffte jeder Teilnehmer auf ein gutes Los, um bei der Vorführung nicht Opfer der Hitze zu werden.

Im Team-Hotel klang der Abend beim gemeinsamen Abendessen aus.

Markus Horch beginnt mit seinem Titus z. Kraje Karla IV in der Unterordnung.

Die Freifolge ist sehr aufmerksam und freudig. Die technischen Übungen „Sitz“ und „Platz“ werden schnell und sicher ausgeführt. Das Kommando „Steh“ muss schneller angenommen und gehalten werden. Apportieren auf ebener Erde wird sicher und schnell ausgeführt. Beim Apportieren über die Meterhürde zeigt er einen Kraftvollen Hinsprung, streift leicht beim Rücksprung. Ebenfalls zeigt er uns einen kraftvollen Hinsprung über die Schrägwand, zeigt jedoch leider keinen Rücksprung. Beim „Voraus“ und der Ablage unter Ablenkung gab es keine Beanstandungen und erreichten somit 87 Punkte.

Der Schutzdienst ist insgesamt eine sehr gute Arbeit. Titus zeigt volle, feste Griffe, welche auch unter Belastung unverändert bleiben. Die gute Führigkeit von der Unterordnung wird hier fortgesetzt. Die Angriffe zeigt er sehr zielstrebig und wuchtig. Das Revieren sollte etwas zielstrebiger und enger gezeigt werden. Leider benötigt er ein Zusatzhörzeichen von 4 auf 5, als auch beim Abrufen vom Helfer. Im Schutzdienst konnten 94 Punkte erreicht werden.

In der Fährte zeigte Titus eine sichere Arbeit in einem recht schwierigem Gelände und erhielt für seine Arbeit 92 Punkte.

Zur Mittagszeit in voller Hitze ging Thomas Kantyba mit seinem Bruno vom Wolfsstolz an den Start.

Bruno zeigt eine sehr aufmerksame und freudige Freifolge. Alle technischen Übungen werden sicher und schnell ausgeführt. Auch alle Apportier-Übungen werden schnell ausgeführt und mit einer sicheren Aufnahme und festen Halten des Bringholzes gezeigt, lediglich bei der Meterhürde streifte er leicht beim Hinsprung. Beim Voraus geht er zuerst weg, stoppt, braucht ein weiteres Hörzeichen, geht dann zielstrebig voraus, lässt sich zwar auf Kommando stoppen, brauchte aber auch hier ein Zusatzhör-zeichen zum Ablegen. Ablage unter Ablenkung war ohne Beanstandung. Somit sicherten sie sich 90 Punkte.

Im Schutzdienst wird das Revieren zielstrebig gezeigt, sollte gelegentlich etwas enger revieren. Das Stellen und Verbellen zeigt Bruno wie immer sehr druckvoll und dicht am Helfer. Er lässt sich auf Kommando abrufen, muss sich in der Grundstellung etwas schneller absetzen. Auch hier zeigt sich eine sehr gute Führigkeit in die Ablage zur kurzen Flucht, sowie in den folgenden Transporten. Die Flucht und Angriffe auf den Hund werden alle mit vollem, festen Griff gezeigt, welche unter Belastung unverändert bleiben. Beim Angriff aus dem Rückentransport geht er mit großer Wucht durch den Helfer. In den folgenden Bewachungsphasen ist er leicht lästig. Zum Abschluss benötigte er noch ein Zusatzhörzeichen und beendet den Schutzdienst mit 88 Punkten.

In der Fährte zeigt Bruno eine sehr sichere Fährtenarbeit. Das Gelände, welches aus dichtem Gras mit niedriger bis großer Höhe und Distelabschnitten bestückt war, nahm er souverän und konnte alle 3 Gegenstände auffinden und erhielt 95 Punkte.

Dritter Starter im Bunde war Bernd Scheibelein mit seinem Biss vom Haus Salztalblick.

In der Freifolge müsste er sich deutlich aufmerksamer und freudiger zeigen. Bei den technischen Übungen muss eine aufmerksamere Entwicklung gezeigt werden. Die Übungen selbst wurden sicher gezeigt, müssen jedoch schneller ausgeführt werden. Apportieren auf ebener Erde ist sehr zielstrebig mit einer sicheren Holzaufnahme und einem festen halten des Holzes während der gesamten Übung. Beim Apportieren über die Meterwand zeigt er kraftvolle Sprünge, wobei er bei beiden Sprüngen leicht taxiert. Das Apportieren über die Schrägwand wird wieder mit kraftvollen Sprüngen und einer sicheren Holzaufnahme mit festen Halten gezeigt. Beim Voraus geht er zielstrebig in die vom Hundeführer angezeigte Richtung nimmt das Kommando schnell an, muss sich jedoch deutlich schneller ablegen. Ablegen unter Ablenkung ohne Beanstandung und erreicht somit 89 Punkte.

Im Schutzdienst lässt er sich beim Revieren gut lenken, die Verstecke werden eng umlaufen. Das Stellen und Verbellen sollte anhaltender und druckvoller gezeigt werden. Beim Abrufen braucht er zwei weitere Zusatzhörzeichen. Auch Biss zeigt eine sehr gute Führigkeit zur Ablage sowie den Transporten. Die Flucht wird schnell vereitelt, sollte jedoch hier den Griff ruhiger halten. Beim Angriff aus dem Rückentransport geht er mit großer Wucht durch den Helfer und hält diesen mit vollem, festen Griff. In den folgenden Bewachungsphasen ist er leicht Hundeführerorientiert. Biss beendet den Schutzdienst mit 89 Punkten.

Das Fährtengelände, auf dem Biss startete war eine Wiese, welche nicht so dicht bewachsen war und immer wieder größere kahle, vertrocknete Stellen aufwies. Der Untergrund war aufgrund der starken Hitze der Vortage sehr hart und trocken. Trotz dieser Verhältnisse überzeugte Biss durch eine sichere Arbeit und erlangte 95 Punkte.

Nach zwei Tagen neigte sich die Veranstaltung dem Ende zu und wir bereiteten uns auf die Siegerehrung vor. Unsere Mannschaft sammelte neue Eindrücke und war mit ihrer gezeigten Leistung zufrieden, denn auch andere Namenhafte Hundefrüher hatten das ein oder andere Problem.

Die Starter unsere Landesgruppe mit Ergebnissen:

Markus Horch mit seinem Titus z Kraje Karla IV.  A:92 B:87 C:94

Thomas Kantyba mit seinem Bruno vom Wolfsstolz A:95 B:90 C:88

Bernd Scheibelein mit seinem Biss vom Haus Salztalblick A:95 B:89 C:89

Alle, man könnte meinen sie haben sich abgesprochen, erreichen Gesamt 273 Punkte SG.

Bedanken möchte ich mich auch bei Jens Scheika, der ebenfalls von unserer Landesgruppe zur Unterstützung vor Ort tätig war.

Ein Lob gilt den Leistungsrichtern für ihre gleichbleibende und faire Richterarbeit:

Jürgen Klein, Leistungsrichter in der Fährte,

Andreas Bender, Leistungsrichter in der Unterordnung,

Bernd Fornal, Leistungsrichter im Schutzdienst,

Uwe Stolpe, Beirichter in der Unterordnung,

Mit sportlichen Grüßen

Benjamin Schweizer