Landesgruppen-Fährtenhunde-Prüfung 2017

Am 15.10.2017 fand in der morgens noch vernebelten Gemarkung Langgöns die diesjährige Landesgruppen FH statt.

Bereits am frühen Morgen traf sich das Fährtenleger-Team mit dem Ausbildungswart Paul-Werner Koch, der in seiner Funktion als Fährteneinteiler tätig war und die Ausarbeitung einer Landes-FH besprach. Dabei ging es darum, wie Gegenstände platziert und wie die Winkel PO-gerecht ausgearbeitet werden, um jede Fährte so gleichmäßig wie möglich zu gestalten. Er hatte sich bereits vor einer Woche und dann nochmals das Gelände angeschaut. Leider musste er konstatieren, dass das ursprünglich gegrubbte und abgelagerte Gelände bearbeitet und gesät wurde, was leider zu uneinheitlichen Geländebedingungen führte.

Nach kurzer Stärkung mit einem Brötchen und einer Tasse Kaffee starteten die Verantwortlichen in das nahegelegene Fährtengelände, welches durch die tiefhängenden Wolken in dichten Nebel gehüllt war.

Die ersten acht Fährten wurden von Daniel Stein und Heiko Scheurer gelegt, die folgenden von Jens Pauly, Benjamin Schweizer und Sascha Christ. Letzterer übernahm auch das Einbringen der meisten Verleitungen am Veranstaltungstag. Nach Legen der ersten Fährten konnte pünktlich um 10:00 Uhr mit dem Absuchen der Fährten begonnen werden.

Davor hatte man nach kurzer Begrüßung durch die Übungswarte und den amtierenden Richter, Gunter Endmann, ausgelost und die Länge der Fährtenleinen kontrolliert. Alle Gemeldeten waren pünktlich und zuversichtlich erschienen.

Leider war noch immer die Sicht durch tiefhängende Nebelfelder stark eingeschränkt, sodass sich die Zuschauer auf die detaillierten Besprechungen vom amtierenden Leistungsrichter Gunter Endmann verlassen mussten. Dieser urteilte in seiner Funktion als Leistungsrichter fachgerecht und gleichmäßig. Bereits auf der  ersten Fährte legte Helmut Hüther und seine Hündin Teckie vom Salztalblick eine stattliche Punktzahl von 97 V vor. Dies ließ die restlichen Teilnehmer schon mal aufmerken.

Die Zuschauer begaben sich zu Fuß zum nächsten Fährtenabschnitt, da die ersten acht Fährten nah beieinander lagen, sodass jegliche Fährte per Fußmarsch zu erreichen war. Die zweite Fährte wurde von der Sportsfreundin Ingrid Schröder mit ihrem Garou vom Cap Arkona gesucht, welche mit 86 Punkten abschloss.

In der Folge der Veranstaltung schlichen sich leider kleine Ungereimtheiten ein, sodass die dritte Fährte wegen deutlicher und frischer Spuren verworfen wurde und Thomas Lapp eine neue Fährte als Wiederholung als Letzter erhielt. In der Folge verwies ein Landwirt Richter und Teilnehmer von seinen Feldern, da er keine Kenntnis von der Veranstaltung hatte. Jetzt musste vorne bei den Fährtenlegern Gas gegeben werden, da jetzt weitere vorher nicht geplante Fährten gelegt werden mussten. Auch die Anzahl der Gegenstände wurde knapp. Doch mit dem jungen Team der FL – alle auch LG Helfer und Lehrhelfer – konnte man schnell reagieren. Auch wenn dadurch kleine organisatorische Schwierigkeiten zu verzeichnen waren, wurden diese sicher durch LR Endmann bereinigt, sodass die Veranstaltung weiter ihren Lauf nehmen konnte. Die Fährte Nummer  sechs musste dann leider abgebrochen werden. Fährte Nummer sieben wurde von Sportsfreund Wolfgang Bergmann mit seiner Honey vom Irrbühl abgesucht, welche eine vorzügliche Arbeit mit 96 V ablieferte.

Gegen Mittag verlegte sich das Gelände in einen anderen Abschnitt der Gemeinde Langgöns, der aber auch nur in etwa einem Kilometer Entfernung lag, aber durch Unkenntnis der Richterbetreuerin wurden dann die Teilnehmer und Zuschauer über Langgöns und umliegende Orte zerstreut. Na ja, Hundeleute sind ja weltläufig und finden sich doch überall zurecht. Und es  ging weiter in dem mittlerweile sonnenerstrahlten Gelände. Jetzt taucht sogar ein Verpflegungswagen auf und folgte der Menge hungriger und durstiger Mäuler.

Gunter Endmann gönnte sich weder Pause noch Rast und richtete unermüdlich Fährte für Fährte. Schlussendlich noch mal ein kleiner Wechsel in einen anderen Geländeabschnitt, in dem die Ersatzfährten und auch die Wiederholungsfährte vom Morgen lag.

Nachdem die regulären Fährten abgesucht und bewertet waren, machte sich Sportsfreund Thomas Lapp mit seinem Xioux von den Wölfen abermals bereit, um seine FH2 abzusuchen. Ein Team, das laut Endmann eine vorzügliche Arbeit ablieferte, das von Fährtenbeginn alle 7 Gegenstände tadellos verwies, sodass er es in der Besprechung mit 99 Vorzüglich bewertete. Er rundete seine Besprechung ab, indem er sich bei allen Teilnehmern, Zuschauern und Fährtenlegern bedankte und dazu einlud, gemeinsam die Siegerehrung in der OG Langgöns zu feiern. Gegen 17:00 Uhr traf nun auch der Letzte im Vereinsheim ein, der ein oder andere gönnte sich einen Kuchen oder Kaffee. Der Rest nutzte die Zeit für einen Plausch.

Dank Martina Meudt, die in ihrer Funktion als Schriftwartin das Organisationsbüro betreute, konnten alle Teilnehmer umgehend zu ihren ausgefüllten Ahnentafeln greifen und man konnte mit der Siegerehrung beginnen. Die Teilnehmer stellten sich in einem Halbkreis mit ihren Hunden in der untergehenden Herbstsonne  auf und warteten gespannt auf den Verlauf der Siegerehrung. Paul-Werner Koch dankte  allen Teilnehmern, Zuschauern und auch sämtlichen Verantwortlichen, die zu dem Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Mit kurzen Worten beschrieb er den interessanten Ablauf der Veranstaltung und übergab das Wort dem Stellv. Landesgruppen-Übungswart Reiner Beitel, der die Teilnehmer zur Siegerehrung aufrief.

Vom Letztplatzierten an beginnend wurden die Teilnehmer aufgerufen und nahmen ihren Preis entgegen. Nach feierlicher Übergabe wurde das Siegertreppchen aufgerufen welche waren:

Auf Platz Nr. 3 Wolfgang Bergmann mit Honey vom Irrbühl,  Platz Nr. 2 belegte Helmut Hüther mit seiner Teckie vom Salztalblick und qualifizierte sich mit dieser Leistung zur Bundes-FH.
Sieger der Veranstaltung war Thomas Lapp mit seinem Xioux von den Wölfen, der sich ebenfalls für die Bundes-FH qualifizierte.

Nun ergriff Gunter Endmann das Wort. Er beglückwünschte die Sieger und bedankte sich bei seinen Fährtenlegern, die über die ganze Veranstaltung gleichmäßige Fährten gelegt hatten, und er bedankte sich für das harmonische Miteinander auf und neben der Fährte.
Paul-Werner Koch benutzte die letzten Worte dafür, um die SV-Leute zu ermutigen, weiter tüchtig mit ihrem Deutschen Schäferhund zu trainieren und niemals das Ziel aus dem Auge zu lassen, um somit das Vereinsleben und die Rasseerhaltung auch in Zukunft  zu gewährleisten. Denn nur mit unserem Sport und unserer Leidenschaft für den Deutschen Schäferhund können wir den SV und auch die Ortsgruppen, in denen wir trainieren, ein Fortbestehen gewährleisten.

So ging ein langer Tag zu Ende und ein jeder konnte glücklich und zufrieden die Heimreise mit seinem geliebten Tier antreten. Wenn auch hier und da die Leistung nicht den Erwartungen entsprach, darf man nicht vergessen: Es ist das schönste Hobby und es geht um die Liebe zum Tier. Denn ein jeder kann stolz sein, an einem Hundeleben teilzuhaben.

Mit sportlichen Grüßen

Heiko Scheurer und ein wenig Paul-Werner Koch

 

 

LG-FH 2017

 

Fotos: Mandy Menzel