Fährtentraining für Jugendliche und Interessierte

ein Bericht von Franziska Weiss ……..

Das Fährtentraining für Jugendliche und Interessierte war in seiner zweiten Auflage am Samstag, den 26. Oktober 2019, ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter trafen die über 20 Teilnehmer am Morgen im Vereinsheim der Ortsgruppe Florstadt ein. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde verschaffte sich unser Jugendwart und Referent Thomas Kantyba einen Überblick über die Teilnehmer und ihre Hunde, bevor es sogleich raus auf die angrenzenden Wiesen ging. Ohne langatmige Theorieeinheiten, wurden hier Theorie und Praxis direkt verknüpft.

Vielen Hundeführer, fehlt, anders als in der Unterordnung oder dem Schutzdienst, der rote Faden in der Fährtenausbildung, weiß Thomas Kantyba. Dies sollte sich am Samstag ändern. Der erfahrene Hundeführer und Trainer zeigte den Teilnehmern seinen Weg auf, weg vom Fleischwurst Streuen auf dem Ackerboden hin zur tatsächlichen Nasenarbeit.

Um zu verstehen, was beim Fährtenlegen überhaupt mit dem Boden passiert, rupfte der Jugendwart mit jeder Hand einige Grasbüschel heraus. Während die einen ruhig in der Hand verweilten, wurden die Gräser in der anderen Hand leicht zerrieben. Bei der Geruchsprobe merkten auch die Jüngsten schnell: Das zerriebene Gras riecht deutlich stärker als das ruhende.

Da die meisten Teilnehmer noch mit recht jungen Hunden am Training teilnahmen, wurde der Trainings-Fokus vor allem auf den Aufbau der Fährtenarbeit gelegt. „Man baut auch ein Haus auf einem richtigen Fundament“, vergleicht Thomas Kantyba. So begann er bei den Welpen und Junghunden erst einmal mit dem Stapfen eines Kreises, wobei er immer wieder Futterbrocken auf den Boden fallen lässt.

Alleine sollten sich die einzelnen Hunde nun die Stelle erarbeiten. Ohne Kommando oder aktive Führerhilfe erfüllten die jungen Vierbeiner die Erwartungen und begannen intensiv nach dem verteilten Futter zu suchen. Nach und nach erläuterte der Jugendwart den Hundeführern die Folgeübungen und auch einen möglichen Weg, um das Verweisen zu erlernen. Doch auch die bereits erfahrenen Hunde und ihre Hundeführer kamen nicht zu kurz. So wurde immer ersten Durchgang erst einmal eine Analyse des Suchbildes erstellt, bevor innerhalb der zweiten Runde am Nachmittag aktiv an den Problemen gearbeitet wurde.

War zu Beginn des Trainings bei dem ein oder anderen Teilnehmer noch die Aussage, Fährtenfaul zu sein oder einfach keinen Spaß an der Fährtenarbeit zu haben, ließ sich doch beobachten, wie die Teilnehmer im Rahmen der Gruppe immer mehr Begeisterung für ihr Tun entwickelten.

Ein Grund für die entflammende Begeisterung waren sicherlich die verständnisvollen Erklärungen von Thomas und auch die Zeit, die er sich für jeden einzelnen und die vermeintlichen Probleme nahm. Die Landesgruppe kann sich glücklich schätzen einen solchen aktiven, erfahrenen und engagierten Jugendwart zu haben, der Lerninhalte so gut und gerne vermittelt.

Ein großes Dankeschön geht an die Ortsgruppe Florstadt, die für wunderbares Fährtengelände und beste Verpflegung für die Hundeführer sorgte. Die Rahmenbedingungen für einen solchen Tag waren perfekt.

Abschließend lässt sich sagen, dass anders, als oftmals behauptet wird, Jung und Alt, genau wie Leistungs- und Hochzucht wunderbar miteinander arbeiten können. Den ganzen Tag über herrschte ein vorbildliches Miteinander, mit viel Respekt, Verständnis und der Bereitschaft zur Hilfe von allen Seiten.

 

Bilder OG Florstadt