Bundessiegerprüfung vom 15. bis 18.09.2016 in Oberhausen

bsp2016_mannschaft1

Ein bewölktes, aber trockenes Spätsommerwochenende bot die besten Voraussetzungen für Hundesport auf hohem Niveau. Das mittelgroße Stadion und der Nebenplatz dicht nebeneinander gelegen ermöglichten kurze Wege für die Zuschauer. Der Kunstrasen des Unterordnungsplatzes störte keinen Hund, wenn auch manchmal das Holz etwas versprang.

Im Vorfeld die übliche Nervosität, aber die Mannschaft traf sich im Vorfeld 2-mal auf Sportplätzen auch mit Kunstrasen. Danke an Manfred und Ingrid Schröder, die dies ermöglichten.

Nur wenige Kilometer vom Stadion entfernt hatte Reiner Beitel das Quartier bestellt – toll, wenn man bedenkt, dass wegen dieser Veranstaltung sehr schnell die Hotels der Gegend ausgebucht waren. Allerdings musste eine Sicherheitsleistung im Vorfeld erbracht werden. Ich danke unserem Kassenwart, Matthias Rosenthal für das Verständnis.

Abt. A: Großräumiges Ackergelände allerdings 45-50 km von Oberhausen entfernt stand als Fährtengelände zur Verfügung. Die Äcker zum Teil relativ frisch bearbeitet andere gegrubbt, abgelagert und mit geringem Auswuchs ermöglichten Fährten, die mit dem Auge auszumachen waren und zunächst als leicht eingeschätzt wurden. Die Fährtenleger agierten sehr fair. Übrigens: auch landschaftlich mit den Einzelgehöften eine Reise wert.

bsp2016_kunstrasenAbt. B.: Die Unterordnung wurde auf einem mit Kunstrasen belegten Nebenplatz durchgeführt. Die Bedenken hinsichtlich des Verhaltens unserer Hunde bestätigte sich nicht.

Keiner unserer Hunde wurde hiervon beeindruckt. Allerdings versprangen die Bringhölzer manchmal etwas. Leider war der Platz von keiner Tribüne umrandet, so dass nur wenige Zuschauer freien Blick auf das Geschehen hatten. Reiner Beitel bewertete die abgelegten Hunde und wird im nächsten Jahr die Unterordnung richten. Er betonte, dass er die meisten V der BSP vergeben habe.

bsp2016_stadion1Abt. C. Im mittelgroßen Stadion von Oberhausen fand der Schutzdienst statt. Die Helfer arbeiteten stets sportlich und fair mit hoher Dynamik. Das Stadion bot den vielen Zuschauern ausreichend Platz, wenn auch die Sitzverhältnisse für erwachsene Menschen – ohne Zeichen dauernden Hungerns – auf der Haupttribüne sehr beengt waren.

 

Der Kommersabend fand im Festzelt statt, das ausreichend Platz bot.

Schön, dass alle unsere Teilnehmer und einige Fans sich einfanden und einige sogar mit Begeisterung den Tanzboden stürmten. Ach ja – unsere Mannschaft, in diesem Jahr nicht sehr erfolgreich, stand aber stets zusammen, unterstützte sich und tröstete sich, wenn es notwendig war. Auch Menschen in äußerster Not – ohne Papier auf dem Klo – wurden durch Austausch einer Rolle über die Außenfassade des Hotels – hier machte sich Handballtraining in der Jugend bezahlt – gerettet.

Uwe Scheuermann mit Pasko vom Haus Lohre
In der Suche nachmittags am Start – arbeitet der Rüde zielstrebig und sicher, bei gelegentlichem Vergewissern  – 91 SG. In der Unterordnung schon von seiner Erkrankung gezeichnet – 70 B. Wegen eines starken Durchfalls muss der Hund aus dem Wettbewerb genommen werden  – Ohne Gesamtergebnis – wird auf Platz 121 gelistet

Manfred Völp mit Gigant vom Salztalblick
Abt. A.: nimmt auf dem frischen Gelände, auf dem jeder Fußabdruck zu sehen ist, die Fährte nicht an  – 2  M. Auf diesem Acker fallen übrigens 7 von 10 Teams durch.
Abt. B. Noch unter Schock der Abt A völlig von der Rolle – 59 – M.
Abt. C:  Jetzt wieder etwas gefangen. Sichere Arbeit  – 87 – G  Ohne Gesamtergebnis  Platz 120 gelistet

Rainer Wagner mit Jack vom Rothaarpark
Eine sichere Fährtenarbeit, leichtes Kreisen am letzten Winkel – 88 – G.
Jetzt Abt C: Sicher, kampftriebstark – 90- SG.
Unterordnung als letzte Disziplin:  Der Hund wird hinkend nach dem Rücksprung an der Schrägwand vom Richter aus dem Wettkampf genommen. Kein Gesamtergebnis Platz 113 gelistet

Helmut Welsch mit Bart vom Holzwinkel
Ein erfahrener HF, der schon oft BSP führte, wurde von dem Fährtenergebnis auf dem weichen Untergrund geradezu geschockt – 18 – M.
Abt. B: freudige Arbeiten, die noch aufmerksamer gezeigt werden sollen. Bei der Hürde vereinbart der HF erneutes Werfen des Holzes. Jedoch geht der Hd. auf HZ Sitz zum Holz und bringt dann. Deutliche Abzüge.
80 – G. Abt. C: Triebstark –  gel. vollere Griffe  und aufmerksamer Bannen 82. kein Gesamtergebnis – 112 gelistet.

Hannelore Prüsse mit Göran vom Ortenberg
Hannelore, jetzt 72 junge Lenze zählend, setzte sich ihr ganzes Leben für den Schäferhund und den Sport ein und erreicht –  zum 1. Mal auf der deutschen Meisterschaft – ein erfolgreiches Ergebnis mit: 96, 80, 82 – 257 G  Platz 76

Holger Fay mit Gun vom Dreisbachtal
Intensive, drangvolle Fährtenarbeit  94 SG.
Abt. B. Eine schnelle, freudige Unterordnung, die konzentrierter gezeigt werden muss. Leider geht der Hd nur bis zu Mittellinie Voraus und kommt zurück 75- B.
Triebstarker Schutzdienst 89 – G   258  G Platz 71

Bernd Scheibelein mit Biss vom Haus Salztalblick
Abt. A. Auf sichtbarer Fährte vergewissert sich der Hd. oft und kreist eng. 86 – G
Abt. B. Freudige Arbeit, gel. aufmerksamer, kraftvoller Springen 87 – G.
Abt. C: Nach zielstrebigem Revieren – enges Stelle, kein Bellen – dann eine der besten Schutzdienste dieser BSP  90 – SG   263 G Platz 55

Endlich: Isabelle Mack mit X-odus Arabrab, das einzige Team, das annähernd Normalform erreichte.
Abt. A.  Zielstrebige, gleichmäßige Arbeit, immer auf der Fährte, Ggstde. sicher verwiesen.
Der Richter moniert Intensität. 93 – SG.  Fans und HF hatten mehr erwartet.
Abt. B. Freudige, sichere UO – schließt der Hd. beim Bringen vollkommen überraschend vorne herum ab, langsam und mit Hilfen 88 – G.
Gewohnt sicherer Schutzdienst 92 – SG  273 SG Platz 29

 

bsp2016_voelp_scheibeleinbsp2016_mackbsp2016_faybsp2016_einmarsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit 2 erkrankten Hunden hatte man die Streichergebnisse schon belastet, dann 2 weitere ohne Gesamtergebnis, damit nur 4 von 8 mit Gesamtpunkten. Damit war eine Mannschaftswertung nicht mehr möglich. Wir werden auf 17 gelistet.

 

 

 

Dies Alles gibt zu Denken. Wir werden Ende November eine Sitzung der aktiven, überregionalen HF, der LG-Richter, der LG- und Lehrhelfer einberufen, um intensiv und gerne konträr zu diskutieren. Neudeutsch: Brainstorming.

Meine Vorstellung: Installierung von regelmäßigen LG-Übungsstunden zur Optimierung besonders der HF-Leistungen nach dem Wegfall einiger Leistungsträger der LG.

Dieser Weg – Er wird kein Leichter sein …

September 2016

Paul Werner Koch