Bericht zum 7-Länder-Wettkampf 2016

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Am 15.-17. April fand der diesjährige 7-Länder-Wettkampf in der Schweiz in Frauenfeld statt.

Frauenfeld liegt etwa 30 km südlich des Bodensees in einer überaus reizvollen, hügeligen Landschaft. Die Alpen prägen schon etwas diese wundervolle Landschaft und die noch schneebedeckten Berge grüßten aus der Ferne. Leider sah man sie, der Wolken wegen selten.

Mit einem überaus fleißigen Team, hatte die OG die Veranstaltung hervorragend organisiert. Leider war uns Petrus an diesem Wochenende nicht gnädig. Normalerweise ist hier das Klima unter dem Einfluss des Bodensees sehr mild. Ja, die Natur war auch der unseren um etwa 3 Wochen voraus, was sich besonders im fast kniehohen Gras im Fährtengelände abzeichnete. Doch jetzt war es kalt und oft nass. Das Veranstaltungsgelände inmitten einer Pferderennbahn bestens ausgewählt, mit einem Rasen der die Belastungen aushielt, war hier auch ein Zelt aufgebaut in dem es Speisen und Getränke zu angenehmen Preisen gab.

Immerhin befanden wir uns in der Schweiz mit einem etwas anderen Preisgefüge. Die HF, die schon donnerstags angereist waren, hatten bereits erste Erfahrungen mit dieser Preisgestaltung gemacht – Abendessen für 2 = 259 Franken, 3 angenehme Schnäpschen 39 Franken. Nach kurzer Besprechung sandten wir dann Helmut mit seiner werten Gattin Karin wieder zurück nach Deutschland. In Gottmadingen wurden dann lebenserhaltende Waren eingekauft: 5 Kasten nur für den Eigenbedarf, paar Flaschen Saft aus Weinreben, Wurst und auch Käse wurde in die Schweiz eingeführt. Ach wie gut, dass unser Hotel unter sächsischer Leitung kein Restaurant besaß und der Frühstücksraum für die abendlichen Besprechungen genutzt werden konnte. Zwar warf uns die Hotelleitung morgens immer mal wieder vor, dass wir Alles umgestellt hätten, der Boden mit Krümeln übersät gewesen sei und irgendwelche leeren oder halbvollen Flaschen noch herumgestanden hätten. Diese unangenehmen Vorwürfe konnten wir stets mit Verweis auf die Bayern, die auch hier untergebracht waren, entkräften, weil wir doch stets schon um 22.00 Uhr im Bett waren.

Eine große Zahl schweizerischer Hundefreunde waren im gastronomischem Einsatz und trotz der gelegentlichen Hektik stand eine sehr große Freundlichkeit im Vordergrund. Auch unter den Teilnehmern und den Verantwortlichen herrschte stets eine sehr angenehme Atmosphäre.

Der 7-Länder-Wetkampf ist halt immer noch – und ich hoffe, dass es so bleibt, ein sehr kameradschaftliches Treffen unserer Leistungsleute. Bei dem man immer wieder alte und neue Bekannte trifft und mit ihnen trefflich fachsimpeln kann.

13002412_261389577533856_1881664850491946602_oAls Fährtengelände standen leicht bergige Wiesen mit etwa 20-30 cm hohem, sehr saftigem Bewuchs zur Verfügung. Infolge des Regens war das Gras dann doch schon etwas ungewohnt für unsere Hunde.

Das Team der LG Hessen-Süd war bereits 1 Tag vorher angereist, um die Hunde optimal vorzubereiten.

Unser Leistungsrichter Thomas Lapp richtete die Fährten. Er arbeitete sicher, fair, gleichmäßig, was oftmals auch HF und Zuschauer in Worte fassten.

Unser Team erreichte folgende Ergebnisse:

Hundeführer Hund A B C Ges. Platz
V. Piroso Elio v. Haus Mink 90 84 91 265 16
H. Welsch Dasko v. Weißeritztal 97 75 88 260 23
H. Fay Gun v. Dreisbachtal 90 86 83 259 25
I. Golob Urania v. Messebau 91 74 80 245 29
I. Mack X odus Arabrab 60 89 84 33
S. Christ Frank v. Eichbaum 0 91 88 36

Nach den ersten Enttäuschungen bereits am frühen Samstagmorgen durch die Fährten von X-odus und Frank stabilisierten  sich  unsere Teams und man muss auch die hohe Sportlichkeit von Isabelle Mack und Sascha Christ heraus stellen, dass sie sich trotz der Enttäuschung in Abt A. in den Dienst der Mannschaft stellten und weiter vorführten.

 

Enzo Piroso, der noch im Februar mit seinem Elio erst die 1.  IPO 3 machte konnte sich dank einer sicheren Fährte, einer sehr freudigen schnellen UO – leider im Voraus Pech und einem triebvollen Schutzdienst direkt für die BSP qualifizieren.

Helmut Welsch führte den ältesten Hund der Veranstaltung. Dasko erreichte das höchste Fährtenergebnis, war in der UO leider etwas eigenwillig aber im Schutzdienst wieder enorm triebstark und hätte in manchen Phasen etwas führiger sein sollen.

Holger Fay blieb mit seinem Gun leider etwas unter seinen Möglichkeiten: sichere Fährtenarbeit, freudige UO mit hohem Sitz, die gelegentlich etwas aufmerksamer sein soll, starker Schutzdienst bei dem der Hd. durch einen vollen fast endlosen Griff im Stellen und Verbellen sich weiterer Möglichkeiten beraubt.

Ivan Golob, der mit seiner Urania eine Hündin der Ausstellungspopulation vorführte, konnte sich auch hier auf internationaler Bühne behaupten, eine sehr gute Fährtenarbeit, eine korrekte UO, die auf diesem Niveau schneller gezeigt werden soll und ein Schutzdienst in dem er ein G mit ausgeprägtem TSB erhält – besteht und noch einen Platz im Mittelfeld erreicht und wertvoll für die Mannschaftswertung ist.

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Isabelle Mack blieb X-odus  nach sicherem Fährtenbeginn am 3. Winkel ein Rätsel, als er in die verkehrte Richtung abbog. Ordentliche freudige UO, im Schutzdienst hätte er im Stellen und Verbellen etwas aktiver arbeiten können in der Folge bekannt kampftriebstark mit geringen Einschränkungen im Gehorsam.

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Sascha Christ mit seinem Frank ein junges und neues Team. Leider nimmt der Hd. die Fährte nicht an – dann starke Arbeiten bei hoher Freudigkeit, Schnelligkeit und Triebstärke in UO und Schutzdienst.

Der 5. Platz mit der Mannschaft – na ja – geht so – bis zur BSP muss wieder ein bisschen mehr rauskommen.

Und die, die zu Hause meckern und schimpfen, sollen berücksichtigen: kein Platz auf dem man wochenlang üben kann, sondern nur 6 Minuten jeweils für Unterordnung und Schutzdienst. Ein Fährtengelände, das so keinem aus unserer Mannschaft zur Verfügung stand. Von 0-5 cm Wiese auf dann fast kniehohes, nasses Gras. Außerdem muss das Niveau der Punktevergabe berücksichtigt werden.  Es wurde aus Sicht vieler mitgereister Fans sehr restriktiv bewertet, so dass sich bei Manchem die Mundwinkel merkelgleich verzogen.

Nach internen Besprechungen auch mit den Teilnehmern werden zur SV-Qualifikation gemeldet: Holger Fay mit Gun, Isabelle Mack mit X-odus, und Hans Schweikert mit Knox, der sich als Ersatz in diesen Tagen bereit  gehalten hatte.

Im Mai 2016,  Paul-Werner Koch

 

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