7-Länder-Wettkampf 2019

Vom 27. bis 28. April fand der diesjährige 7-Länder-Wettkampf in Österreich bei der OG Ohlsdorf statt. Vor 7 Jahren waren wir nicht weit entfernt in Gmunden-Regau schon einmal aktiv.

Ohlsdorf liegt etwa 60 km östlich von Salzburg, in einer überaus reizvollen Landschaft in der Nähe des Traunsees. Die Alpen prägen schon stark diese wundervolle hügelige Landschaft und die noch schneebedeckten Berge grüßten aus der Ferne.

Unter dem Turnierleiter, Herrn Franz Raffelsberger, hatte die OG Ohlsdorf die Veranstaltung hervorragend organisiert und auch, wie er mitteilte, eigentlich für bestes Wetter gesorgt. Ja, aber nur eigentlich, denn Freitagnachmittag sackte die Temperatur von sommerlich zu winterlich und es war dann samstags und sonntags kühl, aber meist trocken.

In den umliegenden Bergen hatte es geschneit, wie man mir erklärte. Die OG bot von Freitag bis Sonntag an jedem Tag unterschiedliche Essen zu günstigen Preisen an. Sämtliche OG-Mitglieder waren hier im Einsatz und trotz der gelegentlichen Hektik stand eine sehr angenehme Freundlichkeit im Vordergrund.

Auch unter den Teilnehmern und den Verantwortlichen herrschte stets eine sehr angenehme Atmosphäre. Am Samstagabend fand im Zelt am Hundeplatz der Kommersabend statt. Alle Mannschaften und viele Fans nahmen teil, so dass es etwas eng wurde. Eine mehrköpfige Band trug bekannte Ohrwürmer vor. Leider war auch der Platz zum Tanzen beengt. Das Schmankerl-Buffet war sehr lecker und abwechslungsreich, leider für die große Zahl der Besucher nicht ausreichend. Auch die Abrechnungsart mit Märkchen zu jedem Getränk oder Gericht war ein Umsatzstopper. Denn weder HF noch Funktionäre fanden Zeit sich für Märkchen und Essen zweimal anzustellen.

Der 7-Länder-Wetkampf ist halt immer – und ich hoffe, dass es so bleibt – ein sehr freundschaftliches Treffen unserer Leistungsleute. Bei dem man immer wieder alte Bekannte trifft und mit ihnen trefflich hundlern kann. Besonders mit dem Veranstaltungsleiter, Franz hatte ich einige interessante Gespräche. Etwas mehr Infos für ihn im Vorfeld der Veranstaltung vom SVÖ wären hilfreich gewesen. Aber auch dort hatten in der Spitze des Vereins Veränderungen stattgefunden, die zu Informationsdefiziten beitrugen.

Das sehr gepflegte OG-Gelände hatte knapp die Größe eines Sportplatzes und für die vielen Besucher hatte man ein Zelt errichtet. Das 6. Versteck unterschied sich deutlich von den anderen Verstecken, was allerdings nicht zu Irritationen bei den Hunden führte.

Als Fährtengelände standen bergige Wiesen mit etwa 10-20 cm hohem, etwas unterschiedlichem, dichtem Bewuchs zur Verfügung. Die 42 Fährten wurden in dieser wunderbaren Landschaft durch die FL der PO entsprechend, auch was die Länge anging, gelegt.

 

 

 

Das Team der LG Hessen-Süd war bereits donnerstags angereist, um die Hunde optimal vorzubereiten. Wir fanden Aufnahme in einem Gasthaus, das in einem kleinen Dorf gelegen – im Umfeld die besten Voraussetzungen zum Abstellen der Autos und Hundeanhänger bot. Leider hielt es die Leitung der Gaststätte für angebracht freitags, samstags und sonntags – also das gesamte Wochenende der Veranstaltung – Ruhetage einzulegen. Mein Geldbeutel zeigte sich erfreut. Doch fanden wir auch andere Gelegenheiten uns zu ernähren.

Rainer Voortman und seine Firma Platinum ermöglichten durch die Finanzierung der Anzüge unser einheitliches Auftreten – Herzlich Dank.

Freitags beim Üben standen pro Team nur 6 Minuten pro Sparte zur Verfügung, was inzwischen durch gute Organisation innerhalb der Mannschaft problemlos klappt.

Bewundernswert ist dabei die Schnelligkeit der Frauen in den Teams zur Vorbereitung des Voraus. Eindeutig gewann Andrea diesmal diesen Wettbewerb, obwohl sie mehrfach zum Einsatz kam.

Unser Lehrhelfer Mark Eberius arbeitet im 1. Teil des Schutzdienstes alle Hunde sicher, fair, schnell und gleichmäßig bei guter Belastung. Allerdings sind in Österreich die Stockschläge verboten.

Die Richtweise der Kollegen war einer solchen Veranstaltung angemessen. Doch konnte aus meiner Sicht besonders Kurt Falkenstern überzeugen, weil er neben der Kenntnis von PO und weiteren Hinweisen auch mit Herz bewertete.

Unsere Mannschaft zeigte sich größtenteils sehr engagiert, gab stets das Mögliche und war im Miteinander von ausgewiesener Freundlichkeit. Der Aufwand an Freizeit und pekuniären Mitteln für unsere Landesgruppe Hessen-Süd verdient unseren Dank.

Gewinner des 7 LKW wurde Ronald Brenner mit seinem Wacker vom Waisagrund aus der Landesgruppe Württemberg mit dem einzigen Gesamt V der Veranstaltung, Mannschaftssieger wurde Österreich.

Die weiteren Ergebnisse und Bilder sind auf der Homepage  http://7-laenderwettkampf-2019.at/  eingestellt.

Leider konnte keiner unserer Teilnehmer einen der vorderen Plätze erreichen, aber: Keiner durchgefallen – Mit der Mannschaft den 4. Platz. Na, Ja…  OK.

Wir erreichten folgende Ergebnisse:

Name Hund A B C Gesamt Platz
Friedrich Biehler Giddo vom Federsee 90 83 92 265 20
Wolfgang Pistner Lil Quardes von der Staatsmacht 88 84 91 260 22
Nils Freund Finni vom Fuchsstein 90 83 87 260 27
Rainer Wagner Mailo vom schönen Blick 95 85 80 260 29
Markus Horch Titus z Kraje Karla IV. 95 75 84 254 33
Thomas Droste Buck vom Hügelblick 94 76 70 240 39

Damit hat sich über den Modus unserer LG, nachdem die Ergebnisse aus der Quali und dem 7-LKW zusammengerechnet werden, Nils Freund direkt zur Bundessiegerprüfung qualifiziert, zur Bundes FCI werden Friedrich Biehler, Markus Horch, Wolfgang Pistner und als Ersatz Rainer Wagner gemeldet.

Wir, die LG Hessen-Süd, sind im Jahre 2020 Ausrichter des 7-Länder-Wettkampfes und wir werden uns bemühen, eine ähnlich gelungene Veranstaltung anzubieten.

Nur die ausrichtende OG muss dringend gefunden werden.

Bitte meldet euch !!!